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Beim Alkoholkonsum im Jahr 2009 der 16- bis 34-jährigen Bevölkerung lassen sich drei grosse Kategorien ausmachen, nämlich Bier, Wein und Spirituosen, auf die beinahe 95% des Konsums entfallen. Obwohl grosse Mengen an Spirituosen konsumiert werden - vor allem von den 16- bis 19-Jährigen, etwa in Form eigener Mischungen - so entfallen zusammengerechnet doch beinahe 86% des Konsums unter den Befragten auf die beiden anderen Alkoholarten. Der Konsum eines dieser Getränke schliesst natürlich nicht aus, dass auch die beiden anderen getrunken werden, denn eine Kumulierung ist durchaus denkbar. Aus dieser Konsumverteilung lässt sich schliessen, dass die Regulierung dieser Getränkekategorien auf dem Schweizer Markt vereinheitlicht und die Präventionsanstrengungen gleichmässig verteilt werden müssten.
Die Jungen geben für Alkohol sehr viel Geld aus. Berechnungen zeigen, dass eine Spirituosenflasche à 7 dl erst als zu teuer gilt, wenn ihr Preis etwa bei CHF 30.- liegt. Der Preis, der zum Kaufverzicht bewegt, liegt jedoch zweifellos noch höher. Es ist praktisch unmöglich, eine Preisschwelle festzumachen, ab der eine quantifizierbare Abnahme des Alkoholkonsums auszumachen ist, doch als Massnahme wird eine preisliche Bandbreite zur Eindämmung des Konsums vorgeschlagen. Gestützt auf die Ergebnisse lassen sich hinsichtlich des Alkoholkaufs im Laden folgende Werte ableiten: CHF 4.- bis 7.- für eine Dose Bier (5dl) , CHF 29.- bis 40.- für eine Flasche Wein (7dl), CHF 30.- bis 40.- für eine Flasche (7dl) Spirituosen gelten als Obergrenze, die zum Kaufverzicht bewegen. Für den Konsum im Café oder im Restaurant gelten folgende Schätzwerte als Kaufverzichtsgrenze: CHF 6.- bis 8.- für ein Bier (3 dl), CHF 10.- bis 15.- für ein Glas Wein (1 dl), CHF 15.- bis 20.- für ein Glas (4cl) Spirituosen. Die Studie zeigt, dass diese Preise sehr hoch liegen und es deshalb schwierig ist, durch Preiserhöhungen eine Änderung im Konsumverhalten zu erreichen.
Die Studie verdeutlicht, dass die Altersgrenzen oft umgangen werden, sei es beim Bestellen alkoholischer Getränke an öffentlichen Orten oder beim Kauf im Supermarkt. Alkoholtestkäufe sind ein probates Mittel, um dieser Praxis einen Riegel zu schieben. Besorgniserregend sind ferner die Ergebnisse in Bezug auf das Weiterreichen von Alkohol an Minderjährige, denn über 30% der Erwachsenen sind offenbar bereit, einem entsprechenden Wunsch Folge zu leisten.
Die Orte, an denen Alkohol konsumiert wird, und die Tageszeiten, an denen das geschieht, erweisen sich als äusserst situations- und zufallsbedingt. Manche Orte, etwa öffentliche Veranstaltungen, scheinen sich dafür besonders gut zu eignen.
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